RSV Eintracht 1949 - RSV Eintracht ist das fünftbeste Judoteam Deutschlands in der u16 | Judo - News
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RSV Eintracht ist das fünftbeste Judoteam Deutschlands in der u16

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Am Freitag, den 23.06.2017 machten wir uns gleich nach Schulschluss auf nach Frankfurt am Main zum Bundesfinale des Deutschen Jugendpokals in der u16, dem bedeutendsten Mannschaftswettbewerb im Judo in dieser Altersklasse in Deutschland. Dort trafen sich die besten Judovereine aus ganz Deutschland.

Nach einer langen Fahrt sind wir pünktlich zum Wiegen in Frankfurt angekommen. Damit wir eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Matte stellen konnten, sollte Anton in die Mannschaft. Das war leichter gesagt als getan, denn der Deutsche Judobund hat festgelegt, dass Teilnehmer am Deutschen Jugendpokal in der u16 mindestens 40,1 kg auf die Waage bringen müssen. Mit enormen Willen ist es ihm tatsächlich gelungen, die fehlenden Kilos auf die Waage zu bringen. So konnte er tatsächlich in der Gewichtsklasse bis 46 kg antreten allerdings waren das sage und schreibe drei (!) Gewichtsklassen über seiner eigentlichen. Allein, dass Anton, zumal erst 12 Jahre alt, sich unter diesen Bedingungen so einen u16 Wettbewerb zugetraut hat, verdient allerhöchsten Respekt.

Samstag, 24. Juni 2017 - Vorrunde

Am nächsten Tag ging es früh los. Diesmal hatten wir mit der Auslosung mehr Glück als in den letzten Jahren. Die ganz schweren Brocken blieben uns – anders als unseren Freunden von Shidosha aus Berlin – zunächst erspart.

In der ersten Begegnung ging es gleich gegen das sehr starke Team von SUA Witten aus Nordrhein-Westfalen. Anton und Oskar konnten die ersten beiden Kämpfe jeweils Siegreich gestalten, die beiden Jüngsten des Teams hatten damit bereits zwei von drei erforderlichen Siegpunkten gesichert. Cyrill gelang gegen den gleichaltrigen Finn Funke der dritte Sieg. Nachdem auch die beiden nachfolgenden Kämpfer Malte und Tobias ihre Kämpfe gewinnen konnten, endete die Begegnung gegen die Wittener mit 5:0. Der Gegner war allerdings deutlich stärker, als es das recht eindeutige Endergebnis zu unseren Gunsten aussagt. Im Anschluss ging es gegen den Bramfelder SV aus Hamburg, welchen wir ähnlich klar mit 4:1 besiegen konnten. In der dritten Begegnung ging es gegen den württembergischen Meister aus Erbach, die mit hohen Erwartungen zum Bundesfinale angereist waren. Auch diese Begegnung konnten wir mit 4:1 für den RSV Eintracht entscheiden. Drei von vier Begegnungen gewonnen, der Einzug in die Hauptrunde war damit so gut wie sicher. Im vierten und letzten Kampf im Pool ging es gegen die Lokalmatadoren Kim Chi Wiesbaden, den Sieger des Landesausscheides in Hessen. Jetzt ging es um den Poolsieg und damit um eine günstige Ausgangsposition für die nachfolgende Hauptrunde. Trotz einer Verletzung von Anton, der damit für die weiteren Kämpfe an diesem Tag ausfiel, konnten wir Wiesbaden mit 4:1 besiegen.

Die Vorrunde war überstanden, im Pool E konnten wir alle Mannschaften besiegen und trafen nun als Poolsieger auf den Gruppenzweiten aus Pool F. Unsere bisherige Bilanz: Alle vier Begegnungen gewonnen. 17 der insgesamt 20 Einzelkämpfe gewonnen, fast alle mit Ippon. Die Stimmung war dennoch etwas gedrückt, denn Anton hatte sich verletzt und konnte nicht mehr kämpfen.

Hauptrunde (Achtelfinale)

Für die verbliebenen 16 von 33 angetretenen Vereinen ging es im Achtelfinale der Hauptrunde weiter. Da Anton, eine wichtige Stütze der Mannschaft, verletzungsbedingt nicht mehr kämpfen konnte, war ungewiss, ob wir die nun beginnende Hauptrunde überstehen würden. Wir trafen zunächst auf TSB Ravensburg, einem uns völlig unbekanntem Team aus Württemberg. Eike, der Anton vertrat, verlor seinen Kampf unglücklich, damit lagen wir 0:1 zurück. Oskar traf danach auf Julius Kalfier, dieser ist zwar zwei Jahre älter, aber gut einen Kopf kleiner als Oskar und war letztlich chancenlos, so dass wir zum 1:1 ausgleichen konnten. Im nächsten Kampf kehrten sich die Verhältnisse um. Nun war der Gegner mindestens einen Kopf größer. Cyrill machte dies aber nichts aus, und nach ca. 30 Sekunden warf er seinen Gegner mit einem wunderschönen Ko-Soto-Gari auf Ippon. Damit gingen wir 2:1 in Führung. Malte gab im anschließenden Kampf alles, konnte den frühen Rückstand aber nicht mehr aufholen. TSB Ravensburg konnte somit zum 2:2 ausgleichen. Nun hing alles von Elias ab. Dieser machte es aber nicht sonderlich spannend, sondern warf seinen Gegner mit einem sehr schönen Maki-Komi nach nur 15 Sekunden auf Ippon. Damit stand es 3:2 und unsere Jungs waren nach nunmehr fünf Begegnungen weiterhin ungeschlagen.

Als nächstes wartete der JC Rüsselsheim, ein uns ebenfalls völlig unbekanntes Team aus Nordrhein-Westfalen. Eike kam mit dem aggressiven Kampfstil seines Gegners überhaupt nicht klar und verlor mit drei zu zwei Shidos. Somit lagen wir 0:1 zurück. Oskar traf danach auf David Trippel und holte sich seinen sechsten Sieg im sechsten Kampf und damit den Ausgleich zum 1:1. Cyrill zog nach. Nach nur fünf Sekunden warf er seinen Gegner mit Tai-Otoshi. Damit siegte er ebenfalls zum sechsten Mal in Folge. Malte konnte sich leider nicht durchsetzen, so dass wir den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen mussten. Damit hing wieder alles vom letzten Kampf ab. Elias ging bereits nach 10 Sekunden mit Wazari für Maki-Komi in Führung. Diese hielt er bis zum Schluss und machte den Sieg perfekt. Endstand 3:2.

Damit war der erste Wettkampftag beendet. Während 25 Mannschaften ausschieden und die Heimreise antreten mussten, haben sich unsere Jungs für den Finalblock der besten acht Mannschaften Deutschlands am folgenden Sonntag qualifiziert. Das Team war glücklich, mit dem erstmaligen Erreichen des Finalblocks durch eine Jungenmannschaft der RSV Eintracht wurden bereits alle Erwartungen mehr als übertroffen.

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Sonntag, 25. Juni 2017 – Finalrunde der besten acht Mannschaften Deutschlands in der u16

Für uns ging los mit dem Kampf gegen den haushohen Favoriten, den TH Eilbeck aus Hamburg, trainiert von Landestrainer Slavko Tekic. Rein theoretisch würde ein Sieg den Einzug ins Finale und damit eine sichere Medaille bedeuten. Es war jedoch allen klar, dass dies nicht gelingen würde. Das Team des TH Eilbeck, in nahezu jeder Gewichtsklasse gespickt mit Landesmeistern, zudem fast durchgängig mit Kämpfern des ältesten Jahrgangs besetzt, war einfach eine Nummer zu groß für uns. So ging ein Kampf nach dem anderen verloren, interessanterweise alle durch Festhalte nach vorherigem Wurf. Im letzten Kampf dieser Begegnung holte Elias noch mit einem schönen Ippon den Ehrenpunkt zum 1:4. Nun galt es sich noch einmal zu motivieren für die allerletzte Begegnung, in der Edelmetall lockte.

Im Kampf um Bronze stand uns das Team von Budokan Lübeck aus Schleswig-Holstein gegenüber. Da die Gegner in den drei Gewichtsklassen bis 52 kg, bis 58 kg und +66 kg machbar waren, könnte es bei etwas Glück klappen. Anton, noch leicht angeschlagen von seiner Verletzung am Tag zuvor, fing an, machte sich aber nicht die geringsten Hoffnungen. So ging es gegen den mehr als zwei Jahre älteren David Ickes, den amtierenden deutschen Meister bis 46 kg in der u18. Danach war Oskar an der Reihe, der auf Eldar Mammadov traf. Genau wie zuletzt beim Mondeo-Cup Anfang dieses Jahres in Berlin, konnte er sich gegen diesen durchsetzen und sicherte somit den ersten Siegpunkt. Nun stand es 1:1. In der Gewichtsklasse bis 58 kg hatte es Cyrill mit Mjakhdi Chamyev, dem amtierenden norddeutschen Vizemeister zu tun. In einem ausgeglichenen Duell gelang es Cyrill nach ca. einer Minute mit einer Wertung in Führung zu gehen. Der Jubel war groß, denn alle ahnten, dass dies der entscheidende Punkt sein könnte. Leider gelang es seinem Gegner auszugleichen. Cyrill konnte seinen Gegner anschließend zwar mehrfach werfen, es fehlten nach Meinung der Kampfrichter aber wohl die entscheidenden Millimeter für eine Wertung. Letzten Endes entschied ein Shido gegen Cyrill, so dass Budokan Lübeck mit 2:1 in Führung ging. Im nachfolgenden Kampf hat Malte erwartungsgemäß keine Chance gegen den international erfahrenen Felix Preißinger, Sieger des diesjährigen Bundessichtungsturniers in Duisburg sowie Teilnehmer des European Cups in Berlin. Damit stand es 1:3, die Begegnung war entschieden. Den letzten Kampf konnte Elias noch einmal für sich entscheiden, so dass es am Ende 2:3 hieß. Letzten Endes machte ein einziger Shido den Unterschied. So jubelten die Lübecker und konnten sich über Medaillen und einen Pokal freuen. Uns blieb der Stolz auf eine tolle Leistung: Noch nie hat eine Jungenmannschaft des RSV Eintracht in der Finalrunde einer deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Judo gestanden. Die Jungen vom RSV Eintracht sind das fünftbeste Judoteam Deutschlands im Nachwuchsbereich u16!

Toll war die hervorragende gegenseitige Unterstützung der angereisten Vereine aus Brandenburg. Bei den Jungen waren neben dem RSV Eintracht auch noch der UJKC Potsdam und der JC Oranienburg, bei den Mädchen die KG PSV FFO/JC Oranienburg sowie die KG UJKC Potsdam/Budokan Brandenburg vertreten. Sofern man nicht selber auf der Matte stand, wurden die Judoka der anderen Vereine aus Brandenburg lautstark am Mattenrand. unterstützt. Ein großes Dankeschön auch für die Unterstützung der Judoka des Berliner Judovereins Shidosha um ihren Trainer Sascha Heu, die in diesem Jahr leider großes Lospech hatten und frühzeitig ausschieden.

Vor dem Hintergrund der drohenden Schließung des Bundesstützungspunkts in unserem Bundesland sollte last but not least nicht unerwähnt bleiben, dass mit dem RSV Eintracht und dem UJKC Potsdam zwei der fünf besten Judo-Nachwuchsteams Deutschlands aus Brandenburg kommen.

RSV Eintracht 1949 e. V.
Heinrich-Zille-Straße 32
14532 Stahnsdorf
Deutschland
Tel.: 03329 / 697496
Fax: 03329 / 697563